--- Zeitgeschehensreflexionen im Wirrwarr der Lebensfluten

Sonntag, 17. Oktober 2010

Chilly Gonzales

meine Entdeckung dieser Nacht und meine wahrscheinlich neue Hauptbegleitung für Paris!



Jaaaay, my British Darling!

warum facebook mich in die irrenanstalt bringt.

facebook, das wunderbare massenmedium. man ist mit seinen freunden vernetzt, freut sich des lebens, dass es viel leichter wird, kontakt zu halten mit alten grundschulfreunden, interessanten menschen, austauschpartnern von übersee und sogar schon vollkommen vergessenen alten bekannten.

man weiß immer alles, kann sich an der selbstdarstellung anderer erfreuen oder sogar der eigenen profilmanie ausdruck geben und mehr oder minder interessantes von sich geben. man kann planen, beglückwünschen und auf vollkommen unkomplizierte weise am leben seiner frenude teilhaben, wenngleich einem für ein physisches treffen die zeit fehlt.

doch es gibt auch eine kehrseite. sie beginnt dort, wo freundschaft aufhört und manisches stalken beginnt.
einfache statusmeldungen, pinnwanddialoge oder sogar nur das einfache gefällt-mir anklicken von bestimmten personen bei bestimmten meldungen kann den geneigten psychopathen wahnsinnig machen.
es gibt dinge, tatsachen, geschehnisse, die möchte man gar nicht wissen. wie soll man sich aber davor schützen, wenn nicht einmal das löschen bestimmter freunde einen davon abhalten kann, weiterzustalken, weil die pinnwand der facebookschen öffentlichkeit nicht verschlossen bleibt (nebenbei bemerkt ein ziemlich blöder fehler, denn so geht das letzte fünkchen anonymität doch voll und ganz verloren)?
der manische stalker an sich kann sich jedenfalls oft nicht selbst beherrschen, und wird weiterhin "schlimme"pinnwände belagern und auf irgendwelche indizien warten, die er dann überinterpretiert und sich so um seinen gesunden schlaf bringt, weil er derweilen nachts im bett liegt und sich den kopf über anbahnende beziehungen und andere zwischenmenschlichen kontakte zerbricht.

wie dem auch sei, facebook ist ein zweischneidiges schwert, es kann freundschaften zusammen halten oder aber langsam von innen auffressen.

facebook 2010, das telefon von 1920 in neuer auflage.

und am ende sitzen wir alle beim psychiater. oder noch besser, bei den anonymen facebook-süchtigen und stalkerfreaks.

photo von meinem liebling hedislimane

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Probleme




































Das Problem an Modeblogs ist, dass die Politik in Vergessenheit gerät.
Die Auseinandersetzung mit Mode und Design ist zwar Voraussetzung und bildet, aber andere Themen wie zum Beispiel eine Diskussion über Stuttgart 21 oder über die Abschaffung von Atomkraftwerken bleibt aus.

Das Problem an einem Physikstudium ist, dass man viel Zeit investiert, die einem in anderen Lebensbereichen, Bereichen, die nicht in direkter Verbindung mit der Materie der Physik stehen, fehlt.
Zum Beispiel Zeit, die man nutzen könnte für Schriftstellerei, Weiterbildung in Kunst und Kultur,
Musik oder politische Diskurse.

Das Problem an der Problemlösung ist der Zweck. Er fehlt beim Problemlösen an sich, beim spezifisicheren Handeln, beim Putzen zum Beispiel tritt er ein, wenn das Zimmer dreckig ist,
beim Staatsexamen hilft das Lernen, aber das sinnieren über das Probem bringt nichts als Kopfschmerz.

Das Problem am Leben ist, dass man sich manchmal einfach entscheiden muss, vollkommen egal für was,
wichtig ist die Entscheidung an sich, nicht deren Subjekt.

Probleme sind dafür da, gelöst zu werden.
Einer meiner Matherlehrer aus meiner Schulzeit, ein interessanter Philosoph nebenbei bemerkt, hat mir einmal ans Herz gelegt, dass ich, wenn ich eine Aufgabe nicht lösen kann, zunächst eine Skizze anfertigen soll.

Deswegen nehme ich jezt Bleistift und Papier zur Hand, behalte das Radiergummi in Reichweite und beginne, zu zeichnen, und ob ich einen Kreis, ein Viereck oder doch eine Blume zeichnen werde, das kann ich zur Zeit noch nicht voraussagen.

Ich warte auf die Inspiration, indem ich weiter zeichne,
indem ich weiter tanze. Vielleicht sogar mit dem Schafsmann.

photo via altamira.blogspot.com

Montag, 11. Oktober 2010

die Trommeln trommeln wieder!

ohja ohja ohja! einer meiner Lieblingsphotographen hat eine wunderbare Homepage mit einem wunderbaren visuellen Tagebuch, dass ich schon seit geraumer Zeit mit Herz verfolge.

Heute habe ich eine weitere fantastische Facette seiner Seite entdeckt und bereits ins Herz geschlossen, sein Rocktagebuch.
Es ist wunderbar! Hedi Slimane ist nämlich auf ein Liebhaber des Indierock und photographiert gern die ganz Großen unter ihnen, und ich liebe es!
schaut es euch mal selbst an, es ist einfach Kunst!! hier hat Hedi die Drums photographiert.


Ich liebe Kunst und Künstler, sie machen das Leben so lebenswert und schwingend!!
Und was ich besonders an den Drums so liebe, sind folgende Dinge:
* die Art und Weise, auf die sich Frontsänger Jonathan versteht zu bewegen, sie ist so drogensüchtig angehaucht, irre und nicht von dieser Welt, irgendwie sphärisch
* die wunderbaren Schuhe und den hochgekrempelte Hosen Style
* Connor und seine Coolness, seine Apathie und sein gutgemeinter Szenetipp für New York City Downtown

und was mir zudem an diesen tollen Aufnahmen von Hedi gefällt ist die Ausstrahlung des Probenraums, die es mir ganz warm ums Herz werden lässt, ich ziehe nun als nächsten Wohnsitz einen belebten Probenraum in Erwägung, wie wunderbar wäre das? Immer Musik und Instrumente und ein Leben mitten in kreativen Schwingungen und Bier und Tee und Wollsocken.
irgendwie.




photos via hedislimane.com

Musik, in Ermangelung von Sprache.

photos via hedislimane.com

wo ist der Photograph??



via yvanrodic.blogspot.com